Die Geschichte

der "Alten Schule" in Stephanshausen geht zurück auf das Jahr 1905.

Das Gebäude war Dorfschule und wurde bis zum Ende der 70er Jahre aktiv für Unterrichtszwecke genutzt. Der Schulchronist zitiert den Lehrer Herrn Winter am letzten Schultag dem 31. Juli 1978:

Mit diesem Tag hat in Stephanshausen eine über ein Jahrhundert währende Einrichtung als Bildungsstätte aufgehört zu bestehen.
Uns bleibt nur noch zu fragen: Was wird in Zukunft aus dem Gebäude der Alten Schule?“.

Weiterhin eine Bildungsstätte

Nachdem die „Alte Schule“ knapp 30 Jahre lang der Öffentlichkeit für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stand, konnte Volkmar Nägler nach langen Verhandlungen und unter Festschreibung seines Nutzungskonzepts das Anwesen von der Stadt Geisenheim erwerben. Er erhält das Gebäude wesentlich in seiner historischen Ansicht und auch im Urzweck, der Vermittlung von Bildungsinhalten. Denn der neue Eigentümer funktioniert das ehemalige Schulgebäude zu einem „Kunst- und Kulturbildungszentrum für Jugendliche und Erwachsene“ um – so wird der offizielle Arbeitstitel mit einem Schmunzeln präsentiert. Die hierfür notwendigen Um- und Ausbauarbeiten wurden seitdem mit außergewöhnlicher Detailtreue und einem Höchstmaß an Funktionalität und Originalität vorangetrieben.
(... Umbau-Galerie in Planung)

Vom Klassenzimmer zur Bühne

Im Jahr 2011 haben diese Arbeiten im ehemaligen Klassenzimmer ihren Abschluss gefunden. Von der Bühne zum Technikraum wurden dabei über 1 km Kabel im Fußboden und über der Decke verlegt. Der Technikraum ist mit allen Finessen ausgestattet, die für ein Musiktheater erforderlich sind und der nun entstandene „kleine“ Saal bietet jetzt eine professionelle Bühne, die für Lichtzauber und Klangerlebnisse sorgt. Auf die Akustik wurde mit Schall absorbierenden Decken und Bauteilen, Schallschutzfenstern und gepolsterten Wandbespannungen in allen Räumen größten Wert gelegt. Künstler und Publikum können einen ausgewogenen Klang auf der Bühne und im Saal genießen.
(... dito)

Mit einem Turm veredelt

Der zurzeit noch im Rohbau befindliche achteckige „Tower of Power“ ist der neueste und dominanteste Bauabschnitt des Ensembles. Schon am Anfang der Planung stand fest, dass der schlichte Zweckbau der „Alten Schule“ durch einen Turm veredelt werden sollte. Die somit entstehenden Nutzflächen eignen sich ideal, um den noch benötigten Raumbedarf zu decken. Im Untergeschoss wird das Foyer eingerichtet, im Obergeschoss das Theaterbüro, und die Künstler werden eine Suite im Dachgeschoss finden.
(... dito)

Bildung soll unterhaltend sein

Die Alte Schule versteht sich heute als Plattform für alle Arten von Veranstaltungen, die der bildenden und unterhaltenden Kunst und Kultur dienen. Über allem steht, dass Unterhaltung bildet und Bildung unterhaltend sein kann. Das haben die in 2011 moderierten Konzerte in den Sparten, Blues, Jazz, Klassik und auch Varieteeshows unter Beweis gestellt. Das Publikum besucht dieses neue Musiktheater im Rheingau nicht nur wegen des Bühnengeschehens. Der in roten und goldenen Tönen gestaltete „kleine“ Konzertsaal strahlt eine besondere Clubatmosphäre aus. An runden Tischen und zum Kerzenlicht entstehen Treffpunkte, die für Künstler und Publikum eine wechselwirksame und exklusive Nähe bedeuten.